Vor Jahren fing es an, mittlerweile gehört es zum Alltag: Die digitale Bewerbung hat der guten, alten Papierbewerbung den Rang abgelaufen. Manche Arbeitgeber akzeptieren gar keine Papierbewerbungen mehr. Dennoch scheint es noch immer Unsicherheiten diesbezüglich zu geben. Deshalb geben wir heute ein paar Tipps direkt aus der Praxis.

Die digitale Bewerbung

Es gibt zwei grundsätzliche Arten der digitalen Bewerbung – die E-Mail-Bewerbung und die Online-Bewerbung. Bei der E-Mail-Bewerbung erstellst Du Deine digitale Bewerbungsmappe und versendest sie per Mail.

Bei der Online-Bewerbung bewirbst Du Dich über eine Software des jeweiligen Unternehmens über deren Website oder Karriereportal, indem Du am Rechner Formulare ausfüllst und gegebenenfalls Dokumente hochlädst. Wir bieten unseren Bewerbern beide Möglichkeiten an.

Heute schauen wir uns aber einmal die E-Mail-Bewerbung an.

Email-Bewerbung – Dos and Don’ts …

  • Nutze für Deine Dateien idealerweise das PDF-Format. So werden sie überall einheitlich angezeigt und können schneller geöffnet werden, ohne dass entsprechende Programme wie zum Beispiel Microsoft Word (oder ähnliche Software) geladen werden müssen.
  • Wähle aussagekräftige Dateinamen. Sie sollten Deinen Namen, die Stelle und die Art des Dokuments beinhalten, zum Beispiel: Accountmanager_Karin-Mueller_Lebenslauf.pdf.
    Auf diese Weise kann jedes Dokument eindeutig zugeordnet werden.
  • Packe nicht alle Dokumente in eine Datei, es sei denn, dies wird gefordert (im Zweifel nachfragen). Praktikabler ist es oft, Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse separat anzulegen. Gerade größere Unternehmen legen die Dateien nach einem bestimmten System ab, um schneller auf alles zugreifen zu können. Wer nach einem bestimmten Zeugnis sucht, möchte dann nicht erst die gesamte Bewerbung durchforsten müssen.
  • Achte in diesem Zusammenhang auch darauf, dass die gesamte Größe aller Dateien, die Du mit der E-Mail versendest, nicht überhand nimmt. Andernfalls läufst Du Gefahr, dass Deine E-Mail im Spamordner landet. Ist nichts Konkretes angegeben, bist Du mit maximal 5 MB auf der sicheren Seite. Falls nötig, findest Du im Internet kostenlose Dienste, die die Dateigröße Deines PDF verlustfrei verkleinern (zum Beispiel auf https://smallpdf.com/de).
    Darüber hinaus: Natürlich kostet die digitale Bewerbung kein Porto, das bedeutet aber nicht, dass Du wirklich jedes Zeugnis & Zertifikat unbedingt anhängen musst. Beschränke Dich im ersten Schritt auf die Abschlüsse, die für die Stelle relevant sind und Deine grundsätzliche Qualifikation belegen.

Okay, die wichtigsten Punkte zu den Dateien haben wir geklärt. Jetzt kommen wir zur eigentlichen E-Mail.

  • Das Anschreiben solltest Du als Datei anhängen, so kann es gut mit den anderen Dateien gespeichert werden. In der E-Mail selbst kannst Du mit wenigen Sätzen zusammenfassen, wer du bist und wofür Du Dich bewirbst.
  • Achtung, Stolperfalle: Empfänger!
    Unternimm keine Experimente mit der Funktion Blindcopy. Sofern Du nicht versiert bist im Umgang mit richtigen Serienmails, versende bitte jede E-Mail einzeln. Nichts ist schlimmer, als wenn im Empfängerfeld ein falscher Name steht oder aus Versehen auch gleich alle anderen Empfänger der Mail sichtbar werden. Wenn Deine E-Mail wie eine Massenmail aussieht, verspielst Du jede Menge Sympathiepunkte. Natürlich ist jedem Personaler klar, dass Du Dich auch woanders bewirbst. Aber Du solltest Dir eben dennoch die Mühe machen, Deinem Gegenüber mit Respekt zu begegnen – so, wie Du das für Dich auch erwartest.
  • Noch etwas zum Empfänger: Versende Deine Mail nicht an allgemeine Adressen wie „info@musterfirma-xyz.de“. Oft gehen Bewerbungen in den entsprechenden Postfächern unbeabsichtigt unter und werden nicht an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Besorge Dir die richtige Adresse. In Stellenanzeigen wird unter Kontakt meist eine entsprechende Adresse angegeben. Andernfalls hilft meist ein kurzer Anruf, um sie in Erfahrung zu bringen.
  • Achtung Stolperfalle: Betreff!
    Nenne im Betreff unbedingt den konkreten Stellentitel – und zwar so, wie er in der Stellenanzeige angegeben ist. Idealerweise nennst Du die Job-ID und das jeweilige Stellenportal gleich dazu. Und das Wort „Bewerbung“ sollte ebenfalls vorkommen. Kreative Einfälle haben im Betreff nichts verloren, ebensowenig wie allgemeine Formulierung wie „Ihr Jobangebot“. Mach es den Personalern so leicht wie möglich, Deine Mail eindeutig zuzuordnen.
  • Füge Deiner E-Mail eine professionelle Signatur hinzu, mit Name und Anschrift sowie Kontaktdaten.
  • Vorsicht, Stolperfalle: Absender!
    Bitte nutze unbedingt eine seriöse E-Mail-Adresse, auch wenn das bedeutet, dass Du Dir erst noch eine zulegen musst. Es gibt viele kostenlose Anbieter. Eine Adresse wie sexyhexy@xyz.de oder superhero-cologne@xyz.de treiben jedem Personaler die Tränen in die Augen.

Und jetzt? Jetzt schickst Du uns am besten direkt Deine E-Mail-Bewerbung! Hier findest Du unsere >>Jobs! Wir freuen uns darauf!

Hinweis:
Aus Gründern der besseren Lesbarkeit verwenden wir hier im Blog die männliche Form von Bewerber, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, etc. – selbstverständlich meinen wir damit aber jederzeit beide Geschlechter.