Bewerber informieren sich bei der Jobsuche im Internet über potentielle Arbeitgeber. Sie schauen sich Websites an, besuchen die Unternehmensprofile in Xing oder LinkedIn oder auch in Facebook. Auch Kununu ist beliebt, um sich ein Bild von Unternehmen zu machen.

Das macht das Bewerberleben leichter – allerdings vergessen viele, dass das keine Einbahnstraße ist. Auch Unternehmen informieren sich über Bewerber im Internet!

Immer mehr Personaler recherchieren in Social Media

Auch wenn es rechtlich nicht unbedingt in jedem Fall zulässig ist (das Bundesdatenschutzgesetz setzt hier Grenzen), nutzen immer mehr Personalentscheider die Möglichkeit, sich im Internet über Bewerber zu informieren.

Bei Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn ist das naheliegend, aber auch ein einfacher Blick in eine Suchmaschine kann schon aufschlussreich sein. Denn wenn Du Deine Privatsphäre-Einstellungen nicht richtig gesetzt hast, listet Google (aber auch jede andere Suchmaschine) Links zu Deinen Accounts in sozialen Netzwerken auf und zeigt möglicherweise ungeschützt Beiträge und Fotos von Dir, die Dir im Bewerbungsprozess möglicherweise schaden können.

Pflege Deine Online-Identität

Natürlich kannst Du das Internet und soziale Netzwerke auch zu Deinem beruflichen Vorteil nutzen. Hierbei gilt: Gute Vorbereitung ist wichtig und unerlässlich.

Privatsphäre bewusst regeln

Als erstes und wichtigstes Gebot gilt es, Deine Privatsphäre bewusst zu schützen. Überlege Dir genau, wer wieviel und was von Dir wissen soll. Stelle alle Deine Accounts so ein, dass das, was privat bleiben soll, es auch in jedem Fall bleibt.

Jedes Netzwerk bietet dazu unterschiedliche Möglichkeiten an. So kannst Du zum Beispiel bei einigen Portalen einstellen, dass Dein Profil nicht über Suchmaschinen auffindbar sein soll und dass nur bestätigte Kontakte Deine Inhalte lesen können. Überlege Dir, ob das für Dich sinnvoll ist.

Dich ins rechte Licht rücken

Als nächstes solltest Du Deinen Auftritten ein Makeover gönnen – zumindest jenen, auf die Du künftigen Arbeitgebern Zugriff gewähren willst. Du hast hier nämlich die Möglichkeit, Dich von Deiner besten Seite zu zeigen und auch Dinge über Dich zu verraten, die zu Deinem Vorteil sind, in einer Bewerbung aber schlecht platziert werden können.

Soziale Aktivitäten, interessante Reisen, Umweltbewusstsein, besondere Fähigkeiten und Talente – was auch immer Deine Persönlichkeit abrundet, kann hier einfließen und lebensecht kommuniziert werden.

Wichtig sind natürlich auch Deine beruflichen Erfahrungen und Skills. Gerade in Business-Netzwerken bietet sich tolle Möglichkeiten, sie zu präsentieren. Halte sie daher stets aktuell und informativ.

Ein gutes Bild ist Pflicht

Dein Bild sollte natürlich ebenfalls aktuell sein. Wie bei einer Bewerbung gilt auch hier: besser keine Strand-Selfies. Der Gang zum Fotografen hat noch niemandem geschadet. Auch Fotos, die Du teilst, sollten den Qualitätscheck bestehen. Nicht unbedingt, was Dein fotografisches Talent angeht, sondern bezüglich des Inhaltes. Kompromittierende Aufnahmen vom Saufgelage der Kumpels werfen eine ebenso schlechtes Licht auf Dich wie peinliche Aufnahmen von Dir selbst.

Du bist, was Du schreibst

Im Internet gilt das tatsächlich! Deine Beiträge und Postings sollten daher fehlerfrei sein und stilistisch solide – vor allen Dingen, wenn Du im Job ebenfalls Schriftverkehr pflegst. Darüber hinaus sollte das, WAS Du schreibst, weder beleidigend noch peinlich oder obszön sein. Hier hilft es schon, nicht in emotional aufgeladenen Momenten zu schreiben.

Erst denken, dann springen: Was im Leben allgemein gilt, gilt noch mehr für Deine Online-Präsenz. Denn das Internet vergisst nicht.

Hinweis:
Aus Gründern der besseren Lesbarkeit verwenden wir hier im Blog die männliche Form von Bewerber, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, etc. – selbstverständlich meinen wir damit aber jederzeit beide Geschlechter.